Im Vorbericht hatten wir das GT4-Team um Marian, Ronny, Stephan, Steffen und Marc als Fragezeichen betitelt. Zu unbekannt war das Auto, die Konkurrenz und auch die Ausgeglichenheit im Team.

Im Qualifing kurz vor Rennbeginn konnte Marian schon ein kleines Feuer entfachen und stellte den schwarz-gelben Cayman auf die 4. Position. Doch was sollten die Longruns zeigen? Wie stark ist die Konkurrenz im Verkehrsmanagement? Im ersten Stint ging es vom Start weg heiß her. Marian erwischte dabei leider einen Kontrahenten beim Anbremsen zu Turn 1 am Heck und eine Runde später drehte es ihn in die Wand nach der Dunlopkehre. Das Team hielt den Atem an aber der Schaden hielt sich in Grenzen

Die nächsten Stints verliefen erst einmal nach Plan und man konnte sich nach und nach weiter vorne platzieren und zunächst die Top10 festigen.

Stephan hatte einen Schreckmoment bei untergehender Sonne als sich ein Kontrahent im Galgenkopf sprichwörtlich quer stellte und Stephan nur durch eine akrobatische Meisterleistung einen Unfall vermeiden konnte.

Abgesehen von einigen haarsträubenden Überholmanövern verlief das Rennen zunächst ohne Probleme und man spulte sicher seine Runden ab. So schaffte man auch den Sprung in die Top5 und innerhalb eines Stints gegen 2Uhr morgens übernahm man sogar die Führung.

Da aber P2 und P3 nie weit entfernt waren, konnte man sich nicht entspannt zurücklehnen sondern musste sich konzentriert Runde für Runde auf die Herausforderung einstellen.

Ein kleiner Einschlag im Pflanzgarten von Steffen wird angesichts eines späteren Vorfall schon fast vergessen.

Es läuft die Stunde 21, der Vorsprung war mittlerweile auf mehrere Runden angewachsen, als ein überrundeter Cup-Porsche den Cayman beim Bremsen anschob und in die Streckenbegrenzung drückte. 16min Reparatur ein langer Weg mit dem havariertem Fahrzeug zurück in die Box waren die Folge. Der sicher geglaubte Sieg geriet ins Wackeln und die Stimmung war am Tiefpunkt. Nach erfolgter Reparatur fuhr man wieder raus um die letzten Minuten in Angriff zu nehmen. Immer noch leicht verbeult aber gut fahrbar fuhren Marc und Marian die letzten Runden und fuhren den Sieg tatsächlich nach Hause!

Ein klarer Überraschungserfolg, der aber nicht unbedingt nur durch Glück zu Stande gekommen ist, berichtet Marc: „Wir waren ein Team, haben das Rennen sehr ernst genommen, ohne aber den Spaß daran zu verlieren. Wir haben uns zu jederzeit unterstützt und für gute Stimmung gesorgt. Das ist bei so wenig Schlaf und der Anspannung auch ein Schlüssel zum Erfolg!“

Und auch die anderen Fahrer des Teams pflichten bei: „Wir waren vielleicht nicht die allerschnellsten im Split, aber wir sind am intelligentesten gefahren.“ oder auch: „Grandiose Teamleistung. Der Plan ist komplett aufgegangen, denn nicht nur reine Speed ist entscheidend. Es geht vor allem auch um Rennintelligenz.“ So Ronny und Steffen.

Aus dem Fragezeichen im Vorbericht ist also ein klares Ausrufezeichen geworden und es hätte kaum ein besseres Ergebnis als Rennpremiere geben können!

1 Kommentar

  1. Sauber Burschen.. Respekt könnt stolz auf euch sein 🙂 Lg

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