Am letzten Wochenende lud iRacing wieder einmal zu den legendären 24 Stunden von Spa ein. Auch das Team Leipert eSports trat mit 2 Audi R8 LMS GT3 an.
Das Team yellow #123 wurde von 7 Fahrern pilotiert. 6 davon waren planmäßig unterwegs, Marian stieß spontan für die letzten 3 Stints dazu.

So fuhren Antares, Oscar, Niclas, Marlon, Markus und Marc überwiegend den Audi durch die Ardennenachterbahn.

Niclas fuhr ein solides Qualifying, aber aufgrund der Dichte des Feldes im Split (es war Split 8), hieß es nur P14 für das Team.

Marc übernahm den Start um 13:45 (GMT) und machte einen guten Job, konnte ein paar Positionen gewinnen und ein paar Incidents Strafpunkte einsparen.“Es war der Plan so viele Strafpunkte wie möglich zu vermeiden, das Auto ganz zu lassen und mit dem Feld mitzuschwimmen. Ich denke das haben, vor allem in der Anfangsphase des Rennens sehr gut hinbekommen.” resümierte Marc nach dem Rennen.

Das taten sie in er Tat. Es lief in den ersten Stunden sehr gut für das Team und so konnte man sich früh in den Top 10 festigen.

Die ersten Hürden kamen mit den frühen Nachtstints. Nachdem Markus, Oscar, Niclas und Marlon sehr saubere und schnelle Rundenzeiten zeigten, übernahm Marc wieder um kurz nach Mitternacht Ortszeit. Er hatte große Probleme seinen Rhythmus zu finden aufgrund der Nacht und des Verkehrs. So verlor einmal das Auto (ohne Einschlag) und fuhr einem Kontrahenten ins Heck. Danach schaffte er es zum Glück seinen Rhythmus zu finden und fuhr einen soliden Stint.

Der schnellste Mann im Auto war aber Niclas an diesem Wochenende. Mit einer 2:18:1 sicherte er sich die schnellste Rennrunde im gesamten Feld. Und auch Marlon zeigte eine unglaubliche Performance und war auf seiner schnellsten Runde nur Zehntel langsamer.

Zwischen Rennstunde 12 und 15 verbesserte sich das Team immer weiter und eroberte die Führung. “Das war der Moment auf den wir alle gehofft hatten. Es war die Bestätigung, dass wir die richtige Strategie hatten” erzählte uns Markus.

Aufgrund der unterschiedlichen Strategien der anderen Fahrzeuge wusste lange keiner so richtig, wie sich das Bild am Ende zeigen würde. Und es kam noch ein anderes Problem auf das Team zu: Jeder Fahrer muss eine Mindestanzahl an Runden absolvieren, welche aus der Anzahl der Fahrer und den Gesamtrunden im Rennen errechnet wird.

“Wir hatten das hochgerechnet und es sah aus, als würden wir ca. 600 Runden fahren, das hätte bedeutet, dass Oscar eine einzelne Runde fehlt. Hätten wir das riskiert, wären wir am Ende disqualifiziert worden.” Erklärt Marian das Dilemma.

Also sprang eben jener Marian spontan für die letzten drei Stints ins Auto, sodass die Mindestanzahl der Runden sinkt und Oscar wieder im grünen Bereich ist.

Als das Ziel näher kam realisierte das Team, dass die einzige Chance zu gewinnen wäre, wenn man 3 Stints auf einem Satz Reifen fährt. Das hatte man vorab nicht getestet aber man ging das Risiko dennoch ein. Wenn dir eine Chance geboten wird, musst du es versuchen!

Und es kam wie es kommen musste: Die letzten Runden wurden zu einem echten Thriller! Marian absolvierte einen unglaublichen Job, unterstützt von Oscar – dem weltbesten Spotter und lange sah es so aus als würde es sich ausgehen.

In der vorletzten Runde verteidigte Marian die Führungsposition vehement – für fast eine Runde fuhr man Seite an Seite gegen den zweitplatzierten und Marian schaffte es, diesen hinter sich zu halten – er war auf einer Mission! Unglücklicherweise wurden alle Hoffnungen gerade mal 60 Sekunden vor Rennende zerstört. Aufgrund der kaputten Reifen verlor Marian das Auto und rutschte ins Kies – eine Minute vor Rennende. Das schmerzt natürlich.

Also wurde nicht wirklich gefeiert als Marian das Auto auf P2 liegend über die Ziellinie schleppte. Es war eher eine Ernüchterung.

Nun, fast eine Woche nach dem Rennen ist die Stimmung schon wieder viel besser. Das Team ist stolz auf die gezeigte Leistung, manchmal klappt es halt einfach nicht. Aber für 23 Stunden und 59Min war das Team vollkommen präsent und lieferte eine Runde nach der anderen!

Nach einem Endurance Rennen gibt es immer “Hätte, wenn und aber” Diskussionen – das gehört dazu. Aber das Team hat eine beeindruckende Leistung gezeigt über das Wochenende und haben sich damit P2 sehr verdient! Nächstes Mal stehen wir wieder ganz oben – da bin ich mir sicher” wird Teammanager Kai zitiert.

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